IDHM und 12h OL
| 20.05.2007 | Kategorie: Allgemein | 4 Kommentare
Bereits am vergangenen Mittwoch trat ich zusammen mit Roman und Niko die Reise nach Regensburg zu den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften an. Am darauf folgenden Staffeltag machte die Stadt ihrem Namen alle Ehre und es regnete fast ununterbrochen. Da war es doch gut, dass man auf den Strecken auch viel überdachte Strecken hatte, denn das Gelände auf dem Unicampus hatte es richtig in sich: verwinkelte Mauern und Treppen, kleine Durchgänge, offene schnelle Passagen und einige Grünposten hielten das Rennen bis zum Schluss spannend. Ich lief an Position 3 hinter Karin und Roman. Roman und ich hatten auf der ersten Runde (gelaufen wurde jeweils 2×3km) keinen allzu guten Lauf. Bei Posten 7 nahm ich die falsche Route, weil ich schon zu Posten 8 orientierte, bei den Posten 9 und 13 verlor ich Zeit zwischen den Posten, weil ich die Posten jeweils auf der anderen Seite der Hindernisse erwartete. So wechselten wir nach dem ersten Durchlauf nur als 3. Team hinter Bielefeld und Dresden. Auf meiner 2. Schlaufe durften mir solche Unsicherheiten also nicht passieren, hatte ich doch einen Rückstand von ca. 40s auf die Staffel der TU Dresden aufzuholen. Bei der Hälfte der Strecke kreuzten sich dann die Wege von Robert Krüger und mir. Zu dem Zeitpunkt fühlten sich meine Beine jedoch noch super an und ich konzentrierte mich besonders auf die Technik. Mit einem fast perfekten Lauf konnte ich dann den Sieg für unsere Uni nach Hause laufen und sicherte unserem Team somit für das nächste Jahr ein Satz neue Trikots, die uns unserer Rektor im Falle einer Goldmedaille versprochen hatte.
Am nächsten Tag stand der Einzellauf auf dem Programm. 10,8km mit 240hm in technisch anspruchsvollem Gelände erwarteten uns. Sicher ins Rennen starten und dann langsam das Tempo steigern war eigentlich die Devise, was mir jedoch bereits auf dem Weg zum 1. Posten mislang. Das Gelände war äußerst defus und bot keinerlei sicherer Orientierungspunkte. Vielleicht hätte man den Posten bewusst weiter westlich über die Senken anlaufen sollen, ich hingegen wählte die Kompassvariante. Lief jedoch promt am Posten vorbei und fing mich am Weg dahinter wieder auf. Die ersten 2min waren verloren. Mit hohem Tempo ging es jetzt weiter, was auch bis Posten 7 gut funktionierte. Dort machte ich allerdings einen katastrophalen Parallelfehler und fand mich 200m weiter nördlich auf dem Weg wieder. Weitere 2min in den Sand gesetzt. Die nächsten Posten wurden ein wenig offener, samt einiger Felspassagen, die mir die nötige Sicherheit wiedergaben. Der Fluss war wieder da und ich konnte die Führung wieder übernehmen. Zum Ende machte ich dann leider weitere Schlenker (P 17, 19, 20, 22) , die mich am Ende den Sieg kosteten. Aber der 2. Platz ist bei meiner Hochschulpremiere auch ein anständiges Ergebnis; wohlgemerkt der Sieger Sören Lösch (Uni Chemnitz) war ebenfalls zum ersten Mal als Student dabei. Die Universität Paderborn stellte mit 2 Gold- (Karin gewann noch das Einzelrennen) und einer Silbermedaille das erfolgreichste Team.
Nach diesen zwei harten Wettkampftagen folgte das Spaß-OL-Wochenende der Saison: der Thüringer 24h OL. Für mich jedoch “nur” in der 12h Klasse. Die sich jedoch ebenfalls als sehr hart herausstellte. Der Karolinenhof abseits jeglicher Zivilisation stellte ein idyllische Wettkampfzentrum dar. Die Wälder waren geprägt durch abwechslungsreiche Vegetation und viele Kahlschläge. Ich hatte leider das Pech, dass 3 meiner 4 Bahnen durch das gleiche Waldgebiet gingen. Insgesamt bin ich in 12h 28,4km OL gelaufen. Unser Team “Barna fra Bullerbyn” mit Christoph, Roman und Linn, belegte am Ende einen guten 2. Platz hinter den Edelschweißpiraten, die es vollbrachten alle Strecken abzulaufen. Nach den anstrengenden Wettkämpfen der Vortage war für mich die Geschwindigkeit mit der Christoph Brandt und Sebastian Bergmann durch den Wald liefen, einfach nicht ganz zu halten.
Die wichtigen Nachricht der vergangenen Tage war allerdings, dass meine Probleme am Ansatz der hinteren Oberschenkelmuskulatur verschwunden sind. Grund war wohl eine Entzündung der Plexus lumbosacralis, die die Schmerzen im Rücken, Hintern und Oberschenkel verursachte. Nach ein wenig Regeneration kann jetzt wieder richtig trainiert werden; mit voller Konzentration auf den Weltcup in Finnland und die deutschen Teammeisterschaften!


